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Es sind nicht immer die großen Dinge, die uns zufrieden und glücklich machen. Im Gegenteil – Oftmals verpufft das Glücksgefühl sogar ziemlich schnell, wenn wir große Ziele erreicht haben oder wir unser Glücksempfinden davon abhängig machen, dass wir es mit Konsumgütern befriedigen.

Zugegeben:  sich etwas ganz Besonderes zu gönnen, kann unser Glücksempfinden durchaus pushen und es spricht auch nichts dagegen, das hin und wieder zu tun. Schwierig wird es nur dann, wenn wir in eine Art Konsumspirale hineingeraten, in der die Dinge immer mehr, größer, luxuriöser, teurer sein müssen, weil dies unser Selbstwertgefühl steigert. Oder wenn wir unser Glück von unserem/unserer Partner*in oder äußeren Umständen abhängig machen. Das würde nämlich bedeuten, die Verantwortung für unser Wohlbefinden abzugeben.

Was also ist es, dass uns glücklich macht?

Die Glücksforschung (ja, es gibt tatsächliche diese wissenschaftliche Disziplin) hat herausgefunden, dass die Veranlagung zum Glücklichsein zu etwa 50 Prozent von unseren Genen bestimmt wird. Die Lebensumstände machen rund 10 Prozent aus. Übrig bleiben also noch 40 Prozent – und hierüber können wir selber verfügen und entscheiden, wie wir damit umgehen: Ob wir also miesepetrig jeden Morgen aufstehen und den Fokus auf Dinge ausrichten, die negativ sind, oder ob wir unsere Aufmerksamkeit den schönen Dingen des Lebens widmen.

Du hast es also in der Hand, in welche Richtung Du Deinen Fokus ausrichten möchtest. Für mich spielt dabei auch noch eine Rolle, wie ich für mich „Glück“ definiere.

Ist es etwas so großes und all-umfassendes, dass ich es eigentlich niemals erreichen kann? Oder sehe ich das Glück auch in den kleinen Dingen des Lebens? Wie bewerte ich die Dinge?

Hier sind meine Top 3 Tipps für eine positive Grundhaltung:

Tipp Nr. 1: Die eigenen Einstellungs- und Bewertungsmuster positiv ausrichten

Immer dann, wenn mir eine Situation begegnet, in der ich mir schlechte Laune bereite (ja, das sage ich hier ganz bewusst: Denn es ist niemals eine Situation, die mir schlechte Laune bereitet – dafür sorge ich stets selber ;-)) stelle ich mir die Frage: Wozu ist das jetzt gut? Was ist das Positive daran?

Wenn ich also mal wieder im Supermarkt eine betagte Person an der Kasse vor mir habe, die ihr mühselig ihr Kleingeld aus der Geldbörse zählt  kann ich mit unterschiedlichen inneren Bewertungen an die Situation herangehen:

  • Die Person hält den ganzen Laden auf und behindert meinen Zeitplan.
  • Die Person trägt zur Entschleunigung bei. Ich nutze die Zeit und atme bewusst tief durch.
  • Ich kann mich freuen, dass eine so betagte Person noch für sich selber sorgen kann.

Ganz ehrlich: Mit beiden letzten Varianten  geht es mir am besten und gleichzeitig sorgen diese Haltungen dafür, dass ich nicht in Stress gerate. Und wenn ich nicht in Stress gerate, habe ich einfach bessere Laune.

Tipp Nr. 2:  Kleine Glücksmomente zählen

Für mich sind es die kleinen Dinge, die zählen: z.B. die Blumen in meinem Garten betrachten. Es beseelt mich, wenn ich den Hummeln dabei zusehen kann, wie sie in der Sonnenblume rumwuseln und dabei den Pollen einsammeln.

Tipp Nr. 3: Dankbar sein

Dankbarkeit schließt sich direkt an das Wahrnehmen der Glückmomente an. Ich bin sehr dankbar für das, was ich habe und erleben darf.
Auch wenn nicht alles perfekt ist richte ich immer wieder den Fokus auf die Dinge, die gut sind in meinem Leben. Am Abend nehme ich mir die Zeit und reflektiere den Tag. Dabei notiere ich mir immer fünf Dinge, für die ich am Tag dankbar gewesen bin. Mit diesem guten Gefühl beschließe ich den Tag.

Es geht also nicht immer um das große Glück, denn Glück ist ein flüchtiger Geselle. Vielmehr geht es um die kleinen Dinge, die uns reicher machen.

Welche sind es bei Dir?