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Ich weiß nicht, wie es Dir geht… Es gibt bestimmte Worte, die, wenn ich sie lese oder höre, eine bestimmte Emotion in mir hervorrufen – im positiven wie auch im negativen Sinne. Eines der häufigsten Worte, mit denen wir in den vergangenen Wochen dauerhaft konfrontiert wurden, ist der Begriff „Krise“.
„Die Welt im Krisenmodus, die Corona-Krise, die Wirtschaftskrise, und und und…“
In mir löst die dauerhafte Beschallung mit diesem Wort einen Alarmzustand aus. Und wenn ich nicht achtsam mit mir umgehe, gerate ich selber in einen Krisenmodus und bringe mich dabei in Stress. Kennst Du das auch?
Doch wie können wir dem Ganzen begegnen? Wie kann es gelingen sich zu schützen und in dieser herausfordernden Zeit stark zu bleiben?
Die aktuelle Situation können wir nicht ändern – sie ist, wie sie ist. Punkt. Was wir allerdings ändern können, ist der Umgang mit ihr.

Hier sind meine Top 3 Tipps für mehr Superkraft in Deinem Leben:

Den ersten Punkt habe ich bereits erwähnt…

1. Es ist, wie es ist!

Daher vergeude keine Energie mehr damit, gegen etwas anzukämpfen, was Du nicht ändern kannst. Akzeptiere es, wenn es nicht im Rahmen Deiner Möglichkeiten liegt, Dinge zu verändern. Suche nach Lösungen und finde heraus was Du tun kannst, damit es Dir gut geht.
Akzeptieren in diesem Sinne heißt im Übrigen nicht, dass Du eine Situation gut finden musst.

2. Den Fokus verändern

Eine meiner ersten Handlungen der letzten Wochen war die drastische Reduktion meines Medienkonsums. Ist es wirklich wichtig, das Geschehen im Liveticker zu verfolgen? Welchen Mehrwert bringt das?
Der Mehrwert, den Dir die Abstinenz von schlechten Nachrichten bringt, ist hingegen immens – es ist wie eine Wellnesskur für das Gehirn, wenn es nicht permanent mit negativen Informationen beschallt wird. Dies gilt im Übrigen auch für nicht-Krisenzeiten.
Wenn Dein Gehirn den Alarm-Modus verlässt, wirkt sich dies unmittelbar auf Deinen Körper aus. Er erhält somit unbewusst den Auftrag, sich gelassen anderen Themen widmen zu dürfen. Und Du kannst Deine Aufmerksamkeit wieder auf die Dinge richten, die Dir Freude bereiten und Deiner Seele gut tun. Dazu trägt auch der folgende Tipp bei…

3. Setz Dich hin und atme

Nimm Dir Zeit für Dich. Nur wenige Minuten am Tag reichen aus, damit Du Dich neu fokussieren und Kraft tanken kannst.
Beginne den Tag am besten mit einer kurzen Atemmeditation:
Suche Dir hierfür einen Platz, an dem Du für mindestens eine Minute ungestört verweilen kannst. Dann nimm eine aufrechte Position ein. Schließe Deine Augen und richte Deine volle Aufmerksamkeit auf Deinen Atem. Nimm wahr, wie der Atem über die Nase in den Körper strömt. Beobachte, an welchen Stellen der Atem den Körper durch das Ein- und Ausatmen in eine sanfte Bewegung bringt. Wenn Gedanken auftauchen sollten, nimm diese für einen Moment war, lasse sie dann weiterziehen und lenke Deine Aufmerksamkeit wieder auf den Atem. Und vielleicht kannst Du dabei Stille in Dir genießen und wahrnehmen, wie Du mit jedem Aus-Atemzug mehr und mehr zur Ruhe kommst…

Diese Übung ist so einfach wie genial: Du benötigst keine technischen Hilfsmittel und kannst sie an jedem Ort der Welt anwenden. Durch die Atembewegung wird unser vegetatives Nervensystem gestärkt und beruhigt zugleich. Ein weiter Effekt ist, dass Du damit Dein Gedankenkarussel abstellen kannst – und sei es nur für die Dauer der Übung.

Noch ein Gedanke zum Schluss:

Das chinesische Schriftzeichen für das Wort „Krise“ ist dasselbe, wie für das Wort „Chance“.
Daher können wir in einer jeden Krise immer auch Chancen entdecken. Und das wiederum ist doch eine tolle Aussicht…